Was bedeutet es wirklich?

Wenn Sie ein Inkassoschreiben oder eine Mahnung erhalten, ist es auf den ersten Blick nicht immer leicht zu verstehen, was wir von Ihnen möchten. Was bedeutet zum Beispiel die Handlungsvollmacht oder Hauptforderung?

Wir sind uns bewusst, dass viele der Bedingungen und Informationen, die wir an Sie senden, als sehr behördlich wahrgenommen werden können. Der Grund dafür ist die deutsche Gesetzgebung, auf die wir uns alle, auch Lindorff, Einzelpersonen und Unternehmen, beziehen müssen.

Hier sind die acht Begriffe, zu denen wir die meisten Rückfragen erhalten: 

1. Hauptforderung. Wenn wir über die Hauptforderung sprechen, dann ist es der ursprüngliche Rechnungsbetrag ohne Zinsen und Kosten gemeint.

2. Zahlungserinnerung. Die Erinnerung wird vom Gläubiger oder im Namen des Gläubigers verschickt, um Ihnen mitzuteilen, dass das Fälligkeitsdatum bereits überschritten wurde. Das Erinnerungsschreiben enthält Informationen und Anweisungen über die ursprüngliche Rechnung und wie Sie die offene Forderung begleichen können.

3. Schuldanerkenntnis. Ein Schuldanerkenntnis ist eine Bestätigung der offenen Forderung und ein schriftliches Versprechen, das Geld zurückzuzahlen. Das Schuldanerkenntnis enthält persönliche Informationen darüber, wer das Geld ausgeliehen hat, den Darlehensbetrag und Informationen über Rückzahlungs- und Zinskonditionen.

4. Gerichtliches Mahnverfahren. Wenn die Forderung für längere Zeit unbeglichen ist, müssen wir unter Umständen einen Mahnbescheid beantragen. Sie erhalten einen Vermerk bei der SCHUFA, wenn ein Mahn- oder Vollstreckungsbescheid bei Ihrer offenen Forderung erlassen wurde. Sie haben 14 Tage Zeit, um auf den Mahnbescheid zu reagieren.

5. Vollstreckung. Der Gerichtsvollzieher wird Ihnen seine Kontaktdaten übermitteln und Sie über die Vollstreckung in Kenntnis setzen. Alternativ und je nach Fall besteht die Möglichkeit, dass Lindorff Ihr Konto oder andere Guthaben pfändet.

6. Inkassokosten. Inkassokosten sind Vergütungen oder Gebühren und werden häufig in Verbindung mit Beträgen verwendet, die an einen Anwalt oder Immobilienmakler für ihre Dienstleistungen gezahlt werden. Im Falle des Forderungseinzugs wird Ihnen eine Gebühr in Rechnung gestellt, die die Kosten der Bemühungen abdeckt, die zur Beitreibung der Schulden erforderlich sind.

7. Verzugszinsen. Verzugszinsen sind in Deutschland gesetzlich in § 288 BGB geregelt. Abhängig davon, ob Sie Verbraucher oder Unternehmer sind betragen diese Zinsen 5 bzw. 8 % über dem jeweils geltenden Basiszinssatz. Der Basiszinssatz kann jederzeit bei der Bundesbank eingesehen werden.

8. Handlungsvollmacht. Eine schriftliche Vereinbarung, dass eine Person im Namen einer anderen Person handeln kann. Zum Beispiel können Sie Ehegatten oder Eltern berechtigen, mit Ihren Gläubigern zu verhandeln, um eine Lösung zu finden. Sollten Sie also einer Person eine Handlungsvollmacht erteilen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf und wir senden Ihnen das entsprechende Formular zu.

 Gibt es weitere Begrifflichkeiten, die Sie nicht verstehen oder haben Sie Fragen zu Ihrem Inkassoschreiben? Sprechen Sie uns jederzeit gerne an. Denn wir verstehen Ihre Situation und sind hier, um zu helfen.