Lindorff sponsert erneut das NPL-Forum in Frankfurt - Umfrage zur Entwicklung des NPL-Marktes
Auch in diesem Jahr war Lindorff Sponsor des NPL-Forums in Frankfurt am Main. Dieser von der Bundesvereinigung für Kreditankauf und Servicing (BKS) und der Frankfurt School of Finance and Management jährlich organisierte Kongress ist der zentrale Branchentreff der Ver- und Aufkäufer notleidender Forderungen.
„Lindorffs Anspruch ist die weitere Professionalisierung des deutschen NPL-Marktes", erläutert CEO Bernard Green. „Mit unserer Präsenz auf dem NPL-Forum möchten wir dazu beitragen." Ein wichtiger Punkt, der in der Branche diskutiert wird, ist die Frage, wie sich der NPL-Markt in diesem Jahr entwickelt. Dieses Thema stand nicht nur in einer Podiumsdiskussion im Mittelpunkt, an der auch Bernard Green teilnahm. Lindorff befragte die anwesenden rund 200 Experten direkt. Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:
1. 31 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt. Das entspricht einer Quote von ca. 15 %. Davon waren 9 Verkäufer, 12 Käufer, 3 gaben an, sowohl Käufer als auch Verkäufer zu sein, 3 bezeichneten sich als Dienstleister, 1 war weder noch und 3 machten keine Angaben.
2. Die Teilnehmer sind einhellig der Meinung, dass im NPL-Markt in diesem Jahr steigende Volumina zu verzeichnen sein werden. Nur ein Teilnehmer erwartet sinkende Volumina.
3. Sie erwarten ein Volumen von durchschnittlich 3,8 Milliarden Euro (Median bei 3 Milliarden Euro).
a. Die Käufer von NPL erwarten mit 4,7 Milliarden Euro ein deutlich höheres Volumen als die Verkäufer von NPL (3,1 Milliarden Euro).
b. Auf die Frage, welche Gründe dazu führen könnten, dass Banken mehr NPL verkaufen, kristallisierten sich drei Cluster heraus (Reihenfolge nach Häufigkeit):
i. Höhere Preise
ii. Aufsichtsrechtliche Vorgaben: Basel II und höhere Eigenkapital-Anforderungen an Banken
iii. Restrukturierungszwänge bei Banken aufgrund der Finanzmarktkrise
c. Auffällig ist, dass sich fast nur die Käufer von NPL zu möglichen Gründen äußern, die Banken dazu veranlassen könnten, mehr NPL zu verkaufen. Nur drei Verkäufer äußerten sich dazu. Diese drei führen ausschließlich aufsichtsrechtliche Gründe an.
„Die Umfrage zeigt für uns zum einen, dass wir in einer sehr optimistischen Branche arbeiten mit viel Potenzial für die Zukunft, und dass wir zum anderen noch Nachholbedarf haben, die Motivation unserer Kunden, NPL- zu verkaufen, tatsächlich zu verstehen", interpretiert Bernard Green das Ergebnis und liefert auch gleich eine Begründung für den Optimismus: „Mit der zunehmenden Professionalisierung des NPL-Marktes wird die Abtretung von NPL an Inkasso-Unternehmen fester Bestandteil der normalen Risikosteuerung und Kapitalallokation der Banken. Wir erwarten eine gleichmäßigere Verteilung auf das Geschäftsjahr bis zu monatlich fortlaufenden Abtretungen."